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11.03.2011: Tarifabschluss Länder: völlig unakzeptabel Stellungnahme des SprecherInnenrats „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di“
Kontakt: Angelika Teweleit, info(at)netzwerk-verdi.de
Das Tarifergebnis für die 600.000 Beschäftigten der Länder ist völlig unakzeptabel. Die tabellenwirksame Erhöhung um 1,5 Prozent für 2011 bedeutet weder ein „reales Einkommensplus“ (dbb-Vorsitzender Stöhr) noch die „Sicherung der Reallöhne“ (ver.di Bundesvorsitzender Bsirske).
Dieses Ergebnis dürfte zu massivem Unmut führen. Sowohl in der GEW als auch bei ver.di soll es Mitgliederbefragungen zum Abschluss geben. Ohne Zweifel sollten sich so viele Mitglieder wie möglich daran beteiligen – und mit Nein stimmen. Die angestellten LehrerInnen sollten jedoch weiter gehen und die sofortige Fortsetzung des Kampfes um eine tariflich geregelte Eingruppierung fordern.
In den ostdeutschen Bundesländern ist der Großteil der LehrerInnen im Angestelltenverhältnis und somit sind sie von der Bezahlung nach „Gutsherrenart“ (ebenfalls Frank Bsirske) betroffen. Nicht umsonst hatten sie sich massiv an den Warnstreiks beteiligt – die meisten Schulen in ostdeutschen Ländern waren geschlossen. Aber auch in den westlichen Bundesländern (besonders in NRW) haben angestellte LehrerInnen schon seit langem die Forderung nach gleicher Bezahlung aufgestellt. Bisher war ein wichtiges Argument gewesen, dass man die Ländertarifrunde abwarten solle, denn dann habe man bessere Möglichkeiten. Nun hat aber auch die GEWVerhandlungsführung dem Abschluss zugestimmt. Gleichzeitig sagt die Verhandlungsführerin Ilse Schaad, das Thema bleibe weiterhin „auf der Tagesordnung“. KollegInnen in der GEW sollten sie beim Wort nehmen und unmittelbar einfordern, dass jetzt eine Urabstimmung zum Streik durchgeführt wird!
Eine ausführliche Analyse des Abschlusses und Berichte von Reaktionen/Diskussionen werden nächste Woche auf der Netzwerk homepage erscheinen. Stellungnahme als PDF herunterladen Stellungsnahme als PDF herunterladen |
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